Respektrente auch für Solo-Selbstständige?

Die Arbeitsgemeinschaft der Selbstständigen in der SPD Schleswig-Holstein begrüßt den Entwurf zur Einführung einer Grundrente. Menschen, die jahrzehntelang gearbeitet haben, müssen im Alter über eine Rente verfügen, die ein Leben in Würde ermöglicht. In einer Gesellschaft, in der sich Menschen über den Arbeitsmarkt definieren, verdient Arbeit eine höhere Wertschätzung. Das gilt allerdings auch für Solo-Selbstständige, von daher setzt sich die AGS für eine gesetzliche Regelung zur Einführung von Mindesthonoraren und einer Bürgerversicherung ein.

Gerade für viele (Teilzeit-) Solo-Selbstständige wäre die Respektrente eine gute Chance auf ein Leben im Alter ohne Armut. Doch freiwillig Versicherte gehören nicht zum Anspruchskreis der Respektrente, denn der Gesetzesentwurf setzt 35 Jahre Pflichtbeitragszeiten voraus. Das erfordert, dass Solo-Selbstständige innerhalb von fünf Jahren nach Aufnahme der Selbstständigkeit bei der Rentenversicherung einen Antrag auf Versicherungspflicht stellen müssen.

„Die Pläne für eine Grundrente sind im Prinzip ein erster Schritt in die richtige Richtung“, so der Landesvorsitzende der AGS, Guenther Hansen. „Wir brauchen jedoch zur Zukunftssicherung einen Systemwechsel. Es wird Zeit, die Gruppe der Versicherungspflichtigen auf alle Gesellschaftsgruppen auszudehnen. Mit der demographischen Entwicklung und den durch die Digitalisierung veränderten Strukturen von Arbeitszeit-, Ort- und Inhalten sind grundlegende Änderungen im Sozialversicherungssystem notwendig. Dafür brauchen wir keine Kommissionen, sondern mutige Politik.“